Santander Consumer Bank AG folgen

6. Santander Atrium Dialog: „Transformation einer ganzen industriellen Gesellschaft“

Pressemitteilung   •   Dez 11, 2019 21:27 CET

Oliver Burda, stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei Santander (links) begrüßte zum Santander Atrium Dialog 2019 hochkarätige Speaker in Mönchengladbach

6. Santander Atrium Dialog

„Transformation einer ganzen industriellen Gesellschaft“

  • Experten diskutierten in zwei Panels
  • Sinneswandel bei Unternehmen
  • Finanzsektor als Partner gefordert

Mönchengladbach, 11. Dezember 2019. „Green or (not) too green?“ Das war die zentrale Frage, die am 10. Dezember im Rahmen des 6. Atrium Dialogs in der Mönchengladbacher Unternehmenszentrale von Santander von Experten aus Wirtschaft und Politik in zwei Panels diskutiert wurde.

Wie können Wirtschaft und Gesellschaft verantwortungsvoll mit den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz umgehen? Sind die Zielsetzungen der Politik zu wenig ambitioniert oder die Forderungen von Umweltschützern zu radikal? Und welche Rolle spielen die Banken in diesem ganzen Konstrukt? Allein diese Fragestellungen verdeutlichen die Komplexität des Themas, dem sich die Diskussionsteilnehmer, moderiert von der freien Wirtschaftsjournalistin Maike Rademaker, im Steinatrium am Santander-Platz stellten.

Begrüßt wurden die hochrangigen Gäste und die zahlreich erschienenen Zuhörer – darunter auch Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, Hans Wilhelm Reiners – von Oliver Burda, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Santander. „Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen uns auch hier in Deutschland elementar. 2018 gehörten wir zu den drei Ländern, die am stärksten die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekamen. Wir haben die unternehmerische und moralische Verantwortung, diesen entgegen zu wirken.“

Wibke Brems, Grünen-Sprecherin für Energie, Klimaschutz, Bergbausicherheit und Anti-Atom-Politik im Landtag, nahm den Ball auf: „Politik und Wirtschaft haben in den vergangenen Jahren nicht entschlossen genug in Sachen Klimaschutz gehandelt.“ Bei Unternehmen habe sie inzwischen ein Umdenken festgestellt: „Das Bewusstsein für dieses Thema ist viel größer geworden. Viele Firmen fordern inzwischen selbst, dass man noch mehr in den Klimaschutz investieren müsse.“ Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, stimmte ihr zu: „Gerade in der Großindustrie herrscht derzeit ein erstaunlicher Sinneswandel.“ Damit dies funktioniere, bräuchten Unternehmen jedoch verlässliche Rahmenbedingungen, etwa bei der künftigen Höhe des CO2-Preises, betonte Dr. Herbert Jacoby, Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik im NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie. Ab 2021 soll der Preis für CO2 zunächst bei 10 Euro pro Tonne liegen und in den folgenden Jahren steigen. „Ich glaube nicht, dass für die Industrie dabei die Höhe der Bepreisung das wichtigste Kriterium ist.“ Er forderte die Banken auf, als Partner der Unternehmen aufzutreten und auch das Risiko mitzutragen, wenn es um Investitionen in Zukunftstechnologien geht.

Passend zu diesem Stichwort kamen dann auch im zweiten Teil der Podiumsdiskussion Vertreter der Finanzbranche zu Wort. Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer und Vorstandsmitglied im Bundesverband Deutscher Banken, sprach mit Blick auf die notwendigen Investitionen für den Klimaschutz und die damit verbundene Digitalisierung von einer Mammutaufgabe, „denn es geht um nichts weniger als um die Transformation einer ganzen industriellen Gesellschaft“. Für Banken sei die Einschätzung von neuen Risiken bei Kreditvergaben für Unternehmen die größte Herausforderung für die Zukunft. „Wir werden daher in Zukunft verstärkt Klima-Experten brauchen, wie sie etwa im Versicherungswesen längst etabliert sind.“ Versicherungen seien die ersten gewesen, die sich mit den Folgen des Klimawandels hätten auseinandersetzen müssen; ähnliches gelte nun für den Finanzsektor. Dr. Jobst von Hoyningen-Huene, CEO und Gründer der Beteiligungsgesellschaft econnext (Firmenmotto: „For people, for planet, for profit“), unterstrich die Dringlichkeit, dass Banken umdenken müssten: „Vielen in der Branche ist immer noch nicht bewusst: Wir haben keine Zeit mehr. In ihren Finanzierungsmodellen sind die Anforderungen der Zukunft, die der Klimawandel stellt, schlichtweg nicht vorhanden. Die Risikobewertung von Banken muss sich ändern.“

Um Unternehmen zu animieren, Maßnahmen für den Klimaschutz zu ergreifen, seien Anreize hilfreicher als Verbote, betonte Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, die die Interessen von rund 80.000 Unternehmen, vom Kleinstbetrieb bis zu einem Konzern wie RWE, vertritt. „Wir können die mittelständischen Betriebe, die in Sachen Digitalisierung und nachhaltiges Handeln nicht so schnell vorankommen wie andere, nicht ausschließen. Bei aller Notwendigkeit des Klimaschutzes dürfen wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen, gerade im internationalen Kontext, nicht aufs Spiel setzen.“

Speaker des Santander Atrium Dialogs 2019:

Panel 1: Die Rolle von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf dem Weg zu einer nachhaltigen Welt

  • Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
  • Wibke Brems, Mitglied des Landtags NRW, Sprecherin der Grünen für Energie, Klimaschutz, Bergbausicherheit und Anti-Atom-Politik
  • Dr. Herbert Jakoby, Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik, Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Henrike Schlottmann, Co-Geschäftsführerin ProjectTogether

Panel 2: Sustainable Finance: Die Verantwortung des Finanzsektors

  • Dr. Jobst v. Hoyningen-Huene, Co-CEO und Gründer von econnext
  • Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Vorstandes im Bundesverband Deutscher Banken
  • Sebastian Rink, Green and Sustainable Finance Expert, Frankfurt School – UNEP Collaborating Centre for Climate & Sustainable Energy Finance
  • Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein


Banco Santander (SAN.MC, STD.N, BNC.LN) ist eine Privat- und Geschäftskundenbank mit Sitz in Spanien und Präsenz in zehn Kernmärkten in Europa und Amerika. Santander ist gemessen am Börsenwert die größte Bank in der Eurozone. Im Jahr 1857 gegründet, verfügt Santander Ende September 2019 über ein verwaltetes Vermögen (Einlagen und Investmentfonds) von 1,04 Billionen Euro. Santander hat weltweit etwa 144 Millionen Kunden, 12.700 Filialen und rund 200.000 Mitarbeiter. In den ersten drei Quartalen 2019 erzielte Santander einen zurechenbaren Gewinn von 6,180 Milliarden Euro, eine Steigerung um 2 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Die Santander Consumer Bank AG gehört gemessen an der Kundenzahl zu den Top 5 der privaten Banken in Deutschland. Sie bietet Privat- und Firmenkunden über verschiedene Kanäle umfangreiche Finanzdienstleistungen an. Ob online, per Video-Beratung oder persönlich in der Filiale – Santander hat ein Service- und Produktangebot, das vom Girokonto über die Kreditkarte bis hin zur Baufinanzierung sowie dem Wertpapiergeschäft ein breites Spektrum abdeckt. In Deutschland ist die Bank der größte herstellerunabhängige Finanzierer von Mobilität und auch bei Konsumgütern führend. Die hundertprozentige Tochter der spanischen Banco Santander hat ihren Sitz in Mönchengladbach. Weitere Informationen finden Sie unter www.santander.de